Geschichte des Yoga

Das Wort Yoga stammt aus dem indischen Sanskritwort „yui“, was so viel wie „Vereinen“, „Zusammenfügen“ oder „Verbinden“, bedeutet. Die ältesten Funde die auf yogische Praktiken hinweisen stammen aus der Industalkultur und sind etwa 5500 Jahre alt.

Die Wurzeln des Yoga bilden einerseits eine matriarchal, sesshafte Kultur aus dem Industal und andererseits eine patriachal, nomadisch und ständeorientierte Kultur der IndoeuropäerInnen. Diese strömten ca. 1200 vor Chr. Geb. nach Indien und brachten ihre eigenen asketischen Praktiken mit.
Das geschichtliche Wissen das heute (in den Yogabüchern) über Yoga vermittelt wird stammt von den Indoeuropäern, da sich ihre Kultur durchsetzte. Erst bei Tantra, welches sich ca. 200 n. Chr. Geb. entwickelte, hatte die Frau wieder eine tragende Rolle, da Tantra bei einer Lehrerin gelernt wurde.

Herr (oder Frau) Patanjali verglich ca. 200 vor bis 200 nach Chr. Geb. alle bestehenden Yogatechniken miteinander und systematisierte sie in seinem Werk: „Yogasutra“. In den Yogasutras wird die Funktionsweise des Geistes beschrieben. Mit dem 8-gliedrigen Pfad soll der rastlose Geist beherrscht werden, um immerwährenden Frieden zu erlangen:


Yamas (Einschränkungen)

fördert Mäßigung und Zurückhaltung, Wahrhaftigkeit, Gewaltlosigkeit, Nichtstehlen, Nichtbegehren, Kontrolle der sexuellen Energie.

Niyamas (Gebote)
bietet die Grundlage für Selbstdisziplin und Bewusstheit Entbehrung, Reinheit, Zufriedenheit, Studium, Loslassen des Ich.

Asanas
sind die Yogastellungen, die den Körper gesund halten und den Geist beruhigen, so dass die Lebensenergie (Prana) besser fließen kann.

Pranayama
Kontrolle der Lebensenergie

Pratyahara
ist der Prozess in dem gedankliche Strukturen bewusst und kontrollierbar werden. Zurücknahme der Sinne

Dharana
ist der Rückzug des Geistes und seine Verankerung durch innere Konzentration auf einen Punkt

Dhyana
ist Meditation die auf tiefer innerer Wachsamkeit begründet ist.

Samadhi
ist der ekstatische zustand des Überbewusstseins, in dem der Meditierende eins wird mit dem Objekt der Meditation. Einheitsbewusstsein!

Im Westen wurde Yoga durch den Inder Swami Vivekandanda bekannt, der 1893 einen bahnbrechenden Vortrag über den vierfachen Yoga in Chicago auf dem Weltparlament der Religionen hielt. Zunächst galt das Interesse dem philosophischen Aspekt des Yoga, seit den 1960ern verbreitete sich auch das Hatha Yoga im Westen (Beatles).

Vierfacher Yoga nach Vivekananda:

  • Karma Yoga – selbstloses Handeln/Dienen
  • Bakti Yoga – Hingabe an das Göttliche
  • Jnana Yoga – Weg der Weisheit
  • Raja Yoga – körperliche und geistige Kontrolle